Zwischen Forschung und Musikproduktion: Jürgen Strauss , Strauss Elektroakustik

In dieser Studiosofa-Episode treffen wir Jürgen Strauss, Gründer von Strauss Elektroakustik – einen Entwickler, der Lautsprecher, Räume und Architektur konsequent als zusammenhängendes System denkt.

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Ausgehend von seiner Ausbildung als Physiklaborant spricht Strauss über seinen ungewöhnlichen Einstieg in die Lautsprecherentwicklung, über „zu wenig Geld, zu große Wünsche“ – und darüber, wie ihn genau dieser Mangel schon früh dazu gebracht hat, eigene Systeme zu bauen, weiterzuentwickeln und schließlich zu lizenzieren. Mechanik, Elektrotechnik und Akustik bilden bis heute die Grundlage seiner Arbeit.

Im Gespräch geht es um internationale Projekte, um Studiobau zwischen Ideal und Realität, um nicht lösbare Asymmetrien – und um Räume, die dennoch funktionieren müssen. Strauss berichtet von Forschungs- und Musikprojekten, darunter das Art Lab am Max-Planck-Institut, kleinere Recording- und Mastering-Studios sowie seine Arbeit für Produzenten und Toningenieure weltweit.

Ein zentraler Teil der Episode widmet sich THE LAB im SE Musiclab: einer außergewöhnlichen Raum-in-Raum-Konstruktion aus Lehm, robotisch gefertigt in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich. Strauss erklärt, warum dieser kuppelförmige Raum nicht nur ein architektonisches Experiment ist, sondern ein hochpräzises Forschungs-, Hör- und Entwicklungsinstrument – mit maßgefertigten Linienquellen, stabiler Nachhallzeit über das gesamte Frequenzspektrum und vollständiger Formatflexibilität von Stereo bis Dolby Atmos.

Abschließend sprechen wir über Immersive Audio, proprietäre und freie Formate, die Rolle von Streaming-Plattformen, die Grenzen heutiger Kopfhörer – und warum Strauss trotz aller digitalen Möglichkeiten bewusst auf analoge Abhörstrecken setzt. Ein tiefes, reflektiertes Gespräch über Klang, Räume, Technik und Verantwortung im Studiobau.