Das Mikrofon, das die Bassdrum neu definierte
Kaum ein dynamisches Studiomikrofon hat die Popmusik so nachhaltig geprägt wie das AKG D12. In den 50er-, 60er- und 70er-Jahren war es vielerorts fester Bestandteil jeder Signalkette. Entwickelt hatte man das Tauchspulenmikrofon ursprünglich als Allrounder für Sprache und Gesang – doch Produzenten entdeckten schnell sein voluminöses Low-End und setzten es für die Bassdrum ein. Damit legten sie den Grundstein für alle späteren Bassdrum-Mikrofone.
Technische Daten
- Hersteller: AKG Acoustics
- Modell: D12
- Markteinführung: 1953
- Mikrofontyp: Dynamisches Großmembran-Tauchspulenmikrofon
- Richtcharakteristik: Niere
- Empfindlichkeit: ca. 2,2 mV/Pa (-74 dBV/Pa)*
- Eigenrauschen: nicht spezifiziert
- Grenzschalldruckpegel: Nicht spezifiziert; für sehr hohe Schalldruckpegel geeignet
- Ausgangsimpedanz: 60 Ω (frühe Versionen) / 200 Ω (D12 E)
- Gewicht: ca. 550 g
- Klangcharakter: Warmes, voluminöses Low-End, weiche Mitten und sanfte Höhen
- Gebrauchtpreis: ca. 600 – 1.000,– Euro für gut erhaltene und funktionierende Originale; restaurierte frühe Exemplare teils darüber.
- Neupreis AKG D12 VR: 465,– Euro
Unser Beitrag blickt in mehreren Schritten hinter die Kulissen. So klären wir, warum das D12 bei tiefen Frequenzen so überzeugt. Denn Tauchspulensysteme reagieren auf tiefe Frequenzen auf eine ganz eigene Weise, und genau dieses Verhalten macht den Charakter des D12 aus. Darüber hinaus gewähren wir Einblicke in die Arbeitsweise von Chris Kling aus den Klangkantine Studios. Sein Umgang mit dem Mikrofon zeigt, wie vielseitig es bis heute einsetzbar ist.
Stimmen aus der Praxis
Ebenfalls Bestandteil des Beitrags: Stimmen aus der Praxis. Wir zitieren Geoff Emerick, der als Engineer die Beatles begleitete, und Ben Chang, Produzent und Engineer. Beide erklären, warum sie das D12 bis heute schätzen. Diese Perspektiven verbinden Technik und Musikgeschichte auf anschauliche Weise.
Wer dieses Mikrofon praxisnah vor einem Kauf bewerten will, findet hier einen fundierten Überblick. Denn wer die Klangfarbe eines Klassikers kennt, wählt sein Equipment gezielter. Wir liefern das theoretische Fundament und direkt daneben die praktischen Anwendungsfälle. Darüber hinaus eignet sich der Beitrag als Entscheidungshilfe: Das D12 eignet sich nämlich nicht nur für die Bassdrum, sondern ebenso für Blasinstrumente und Bassverstärker.
Das gesamte Special mit unseren 20 legendären Studiomikrofonen findet ihr in der Ausgabe 3/26 des Sound&Recording-Magazins und im Podcast zur Ausgabe. Jetzt bestellen:

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