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Welche Neuheiten haben in den vergangenen Wochen wirklich Aufmerksamkeit verdient? In der neuen Folge des Studiosofa-Podcasts sprechen Marc Bohn und Klaus Baetz über acht Gear-Highlights aus der Welt von Studio, Recording, Synthesizern und Musiksoftware – und ordnen ein, was davon im Produktionsalltag tatsächlich relevant sein könnte.
Von großen Studio-Interfaces über neue MIDI-Controller bis zu KI-gestützter Audiobearbeitung: Die beiden schauen nicht nur auf Datenblätter und Produktbilder, sondern diskutieren auch Designentscheidungen, praktische Workflows und die Frage, ob eine Neuheit wirklich ein Problem löst oder vor allem gut aussieht.
Focusrite ISA 8CX: großer Studio-Hub mit ISA-Sound
Ein Schwerpunkt der Folge ist das Focusrite ISA 8CX. Das 2-HE-Interface richtet sich an Recording- und Hybridstudios, die mehrere Signale gleichzeitig aufnehmen, externe Hardware einbinden und umfangreiche Monitoring-Setups realisieren wollen.
Neben acht analogen Preamps bietet das Interface eine großzügige Bedienoberfläche, Inserts, ADAT- und S/PDIF-Erweiterbarkeit sowie umfassende Routing- und Recall-Möglichkeiten über Focusrite Control 2. Marc und Klaus sprechen darüber, warum sich die direkte Bedienung am Gerät angenehm anfühlt – und weshalb ein so ausgestattetes 19-Zoll-Interface auch einen passenden Platz im Studio braucht.
Behringer Dice 1U2: Inspiration oder Kopie?
Für Gesprächsstoff sorgt auch das Behringer Dice 1U2. Das kompakte Audio-Interface erinnert optisch auffallend stark an die Scarlett-Serie von Focusrite. Damit stellt sich nicht nur die Frage, was das Gerät technisch leisten wird, sondern auch, wo Inspiration im Produktdesign endet und wo eine Kopie beginnt.
Im Podcast geht es dabei ausdrücklich nicht nur um die äußere Form: Entscheidend werden Klang, Alltagstauglichkeit und insbesondere die Treiber-Qualität sein. Gerade für Windows-Nutzerinnen und -Nutzer ist das ein Punkt, der über den langfristigen Nutzen eines günstigen Interfaces mitentscheidet.
Software für Audioreparatur und Sounddesign
Mit Steinberg SpectraLayers 13 kommt außerdem ein Tool zur Sprache, das sich auf spektrale Audiobearbeitung konzentriert. Besonders spannend ist die neue Funktion „Unmix Sound Effects“: Kurze Störgeräusche lassen sich aus einer Aufnahme gezielt herauslösen, während ein Ambience-Heal-Werkzeug die dadurch entstehenden Lücken im Hintergrund auffüllen kann.
Das ist nicht nur für Sounddesign interessant. Auch Podcaster und Interview-Produzenten kennen das Problem: Eine Aufnahme ist inhaltlich stark, aber Nebengeräusche, Raumanteil oder Übersprechen erschweren die Bearbeitung. Marc berichtet in der Folge passend dazu von einer technischen Panne bei einem Interview mit Moses Schneider – und wie iZotope RX geholfen hat, die Aufnahme dennoch verwendbar zu machen.
Neue Ideen für Controller und Audio-Interfaces
Weitere Themen sind die ungewöhnliche Polyend Keys, die Computer-Tastatur und MIDI-Controller verbindet, sowie der lang erwartete Behringer BCR32. Der Nachfolger des BCR2000 kombiniert zahlreiche Endlos-Encoder mit einem Sequencer und CV-Anschlüssen – und könnte damit vor allem für Live-Setups, Hardware-Synthesizer und Plugin-Steuerung interessant werden.
Auch das Harrison Audio Flex 10 wird besprochen. Das Desktop-Interface kombiniert moderne Konnektivität mit dem Look und Klanganspruch klassischer Konsolentechnik. Große VU-Meter, Channel-Strips und eine umfassende Monitorsektion machen deutlich: Hier geht es nicht nur um möglichst viele Ein- und Ausgänge, sondern auch um Bediengefühl und Studio-Atmosphäre.
Moderne Bass-Sounds: Arturia Pure Sub und Baby Audio Subculture
Für Produzentinnen und Produzenten elektronischer Musik sind Arturia Pure Sub und Baby Audio Subculture zwei weitere spannende Neuheiten. Pure Sub ist auf moderne, bewegte Bass-Sounds ausgelegt – von Reese-Bässen bis zu stark modulierten Dubstep-Produktionen. Baby Audio Subculture verfolgt mit mehreren Bass-Engines, Tonhöhenerkennung und zusätzlichen Bearbeitungswerkzeugen einen anderen Ansatz.
Im Studiosofa diskutieren Marc und Klaus, wie sinnvoll solche Spezial-Tools sind, was sie von klassischen Bass-Enhancern unterscheidet und wie viel man für ein Plugin dieser Kategorie ausgeben möchte.
Die Jubiläumsausgabe: 20 Jahre Sound&Recording
Die neue Episode begleitet zugleich die aktuelle Jubiläumsausgabe des Sound&Recording-Magazins. Vor 20 Jahren erschien die erste Ausgabe – heute widmet sich das Magazin unter dem Titel „20 legendäre Studiomikrofone“ den Geschichten hinter prägenden Klassikern der Studiotechnik.
Produzenten, Engineers und Musiker erzählen von besonderen Produktionen, persönlichen Klangvorlieben, kuriosen Erlebnissen und ihrem Umgang mit Mikrofonen, die bis heute zum festen Werkzeugkasten vieler Studios gehören.
Die Jubiläumsausgabe ist ab sofort im Shop unter soundandrecording-magazin.de sowie im ausgewählten Bahnhofsbuchhandel erhältlich. Passend zum Jubiläum gibt es derzeit 20 Prozent Rabatt auf alle Sound&Recording-Abonnements.
Die neue Studiosofa-Folge gibt es wie gewohnt bei Spotify, YouTube und überall, wo es Podcasts gibt.

