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Marc berichtet vom aktuellen Stand seiner Studioplanung mit GIK Acoustics: Welche akustischen Module sind geplant, wie läuft die Beratung ab – und welche Rolle spielen Farbe und Raumgestaltung für das künftige Studio?
Außerdem geht es um Eindrücke vom Guitar Summit in Mannheim und um spannende Neuheiten aus der Gear-Welt: Der Waldorf Iridium Core erhält per Firmware-Update 16 Stimmen, RODE bringt mit dem LPA1 einen flachen Mikrofonarm für Podcast- und Streaming-Setups, und Antares AutoTune Advanced verspricht natürlichere Vocal-Korrektur bei erhaltenem Vibrato.
Dazu sprechen wir über den WesAudio ngOmniBox – analoge Mix- und Mastering-Hardware mit Plugin-Steuerung und Total Recall – sowie den Polyend Loop, der Looper, Drum-Machine, Effekte und Song-Skizzenmaschine in einem Gerät vereint.
Braucht es für gute Ideen noch teure Hardware? Wo hilft Technik wirklich – und wo lenkt sie eher ab?
Gear Corner:
Waldorf Iridium Core: https://tidd.ly/4hvRd5I
RØDE LPA1: https://tidd.ly/4dbYcPU
Fame URM-500 Modeling Multi Effect: https://tidd.ly/4e2aJWn
Antares Auto-Tune 2026: https://tidd.ly/3VFsuEH
Roland JU-06A: https://tidd.ly/4rHlWl2
Studioakustik und Synthesizer: Wie viel Vielseitigkeit braucht ein Instrument?
Ein Raum, der akustisch funktioniert, aber zugleich zum Arbeiten, Aufnehmen und Wohlfühlen einlädt: Marc berichtet in dieser Studiosofa-Folge vom aktuellen Stand seiner Studioplanung mit GIK Acoustics. Außerdem geht es um den Guitar Summit in Mannheim, neue Geräte für Studio und Bühne – und um eine grundsätzliche Frage: Ist bei Synthesizern mehr wirklich mehr?
Studioakustik: Nicht nur messen, sondern auch wohnen und arbeiten
Marcs Studio ist ein kompakter, gemeinsam genutzter Arbeitsraum: Auf etwa drei Metern Breite, 4,29 Metern Länge und bei 2,26 Metern Deckenhöhe befinden sich zwei Produktionsplätze, ein Streaming- und Podcast-Setup sowie Synthesizer. Dazu kommen Fenster und Heizkörper, die die verfügbare Stellfläche zusätzlich einschränken.
Das Ziel ist deshalb nicht der komplett optimierte Mastering-Raum. Vielmehr soll ein musikalischer Arbeitsraum entstehen, der bei der Abhöre hilft, Aufnahmen ermöglicht und gleichzeitig ein Ort bleibt, an dem man gerne Zeit verbringt.
Für die Planung hat Marc die Maße an GIK Acoustics übermittelt und den Raum mit Room EQ Wizard eingemessen. Das kostenlose Programm erlaubt, akustische Probleme sichtbar zu machen – etwa störende Reflexionen oder Auslöschungen. Schon kleine Änderungen können hörbar sein: Manchmal verändert allein ein Verschieben der Lautsprecher um wenige Zentimeter den Frequenzgang deutlich.
Der aktuelle Plan sieht Bassfallen in den Ecken, Absorber an den Punkten der frühen Reflexionen und Deckensegel über den beiden Arbeitsplätzen vor. Die Herausforderung liegt dabei nicht nur in der Auswahl der passenden Elemente. Auch Farben, Stoffe, Holzoberflächen und Diffusoren beeinflussen den Charakter des Raums. Gerade in einem Studio, das auch regelmäßig im Videocast zu sehen ist, gehört die visuelle Wirkung zur Planung dazu.
Wichtig ist außerdem, nicht zu viel des Guten zu tun. Ein Raum soll nicht ausschließlich absorbieren und dadurch völlig leblos wirken. Diffusoren aus Holz können hier eine akustische wie optische Funktion übernehmen. Sie bringen Struktur in den Raum und helfen dabei, dass er nicht nur technisch korrekt, sondern auch warm und einladend wirkt.
Guitar Summit: Gitarren, Pedale und gute Begegnungen
Beim Guitar Summit in Mannheim hat Marc wieder zahlreiche Menschen aus der Gitarren- und Pro-Audio-Welt getroffen. Neben Herstellern wie Radial, Cordial und IK Multimedia standen natürlich Gitarren und Pedale im Mittelpunkt – von den bekannten Klassikern bis zu kleineren Marken mit eigenständigen Konzepten.
Besonders hängen geblieben ist Reverend. Der Auftritt von Gitarrist Greg Koch mit seinen Signature-Modellen machte Eindruck, auch wenn Marc selbst bei Signature-Gitarren eher zurückhaltend ist: Eine neutrale Gitarre, auf der man den eigenen Stil entwickelt, fühlt sich für ihn stimmiger an als ein Instrument, das stark mit einer anderen Persönlichkeit verbunden ist. Interessant sind für ihn deshalb eher Modelle wie die Reverend Charger, die eigenständig wirken und preislich noch in einem erreichbaren Rahmen liegen.
Auffällig war auch, wie stark sich die Welten von Gitarre, Synthesizer und Recording inzwischen überschneiden. Viele Pedale funktionieren längst nicht mehr nur vor einem Gitarrenamp. Delays, Granular-Effekte, Amp- und Cab-Simulationen oder Looper lassen sich ebenso gut mit Synthesizern, Drum-Machines und anderen Line-Signalen einsetzen.
Ein Beispiel ist das Fame MS-50G, das Marc aktuell nutzt: Für rund 120 Euro bietet es Amp- und Cab-Modelle, Effekte, Impulse-Response-Import, Kopfhörerausgang und einen Looper. Die Bedienung über wenige Fußtaster verlangt zwar etwas Übung, doch gerade für schnelle Ideen am Synthesizer-Setup ist der Funktionsumfang bemerkenswert.
Mehrere Syntheseformen in einem Instrument: Freiheit oder Featureitis?
Der Kern der Folge dreht sich um eine Frage, die sich bei aktueller Hardware und Software immer häufiger stellt: Wie viel Vielseitigkeit braucht ein Instrument eigentlich?
Waldorf Quantum und Iridium stehen exemplarisch für Synthesizer, die verschiedene Formen der Klangerzeugung vereinen. Subtraktive Synthese, Wavetables, Sampling, Granular- und Resonator-Synthese sowie weitere Verfahren treffen hier auf eine leistungsfähige Modulations- und Effektarchitektur. Das eröffnet enorme Möglichkeiten – bringt aber auch Komplexität mit sich.
In Software ist die Umsetzung oft einfacher. Wählt man eine andere Syntheseform, kann sich die Oberfläche dynamisch anpassen und genau die dafür relevanten Parameter anzeigen. Bei Hardware bleiben viele Bedienelemente dagegen fest. Neue Funktionen, die später per Update hinzukommen, müssen dann mit Tastenkombinationen, Menüs oder Mehrfachbelegungen erreichbar gemacht werden.
Das ist kein grundsätzlicher Nachteil. Aber es verändert den Workflow. Wer mit einem klassischen, klar strukturierten Synthesizer arbeitet, kennt die Grenzen des Instruments und kann sich innerhalb dieser Begrenzung kreativ bewegen. Bei einem sehr offenen System stellt sich dagegen schneller die Frage: Wo fange ich an?
Sonicware ELZ_1 play: Ein faszinierendes Beispiel
Der Sonicware ELZ_1 play zeigt dieses Spannungsfeld besonders deutlich. Er ist nicht einfach nur ein Synthesizer, sondern eine kleine kreative Workstation: 18 Synth-Engines, Wavetable- und Layer-Funktionen, Waldorf-Wavetables, Serum-Import, mehr als 40 Effekte, Step-Sequencer, Drum-Funktionen, Lautsprecher und ein Vier-Track-Looper stecken in einem kompakten Gerät.
Klanglich ist der ELZ_1 play für Marc ein außergewöhnlich starkes Instrument. Gleichzeitig ist der Zugang nicht immer unmittelbar. Wer alle Möglichkeiten nutzen möchte, muss sich in die einzelnen Engines, Menüs, Doppelbelegungen und Workflow-Schritte einarbeiten. Für eine Live-Performance kann das herausfordernd sein: Erst einen Bassloop aufnehmen, dann einen neuen Sound suchen, ein Pad bauen, den nächsten Loop anlegen – und dabei den Überblick behalten.
Genau darin liegt aber auch die interessante Frage: Ist ein Instrument besser, wenn es möglichst viele Aufgaben übernimmt? Oder ist ein Spezialist, der eine Sache hervorragend und direkt macht, am Ende kreativer?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Für einen Live-Keyboarder, der auf Tour viele Sounds zuverlässig aus einem Gerät abrufen möchte, kann eine große Workstation ideal sein. Für Einsteiger kann ein einfacher subtraktiver Synthesizer dagegen der bessere Lehrer sein: Signalfluss, Oszillatoren, Filter und Hüllkurven lassen sich an einem übersichtlichen Instrument oft leichter verstehen als in einem komplexen Hybridsystem.
Polyend Loop, Waldorf Iridium Core und neues Studio-Gear
Auch die weiteren Neuheiten der Folge greifen das Thema Vielseitigkeit auf.
Der Polyend Loop kombiniert Looper, Drum-Machine und Effektgerät. Vier Loop-Spuren, eine vierteilige Drum-Machine, Szenen, Varispeed, Effekte und der Export einzelner Spuren in die DAW machen ihn deutlich mehr als zu einem klassischen Looper-Pedal. Gleichzeitig stellt sich auch hier die Frage: Ist das eine inspirierende Song-Skizzenmaschine – oder wieder ein Gerät, dessen Möglichkeiten man erst vollständig erlernen muss?
Beim Waldorf Iridium Core zeigt sich, dass Hardware durch Software-Updates weiterwachsen kann. Mit der neuen Firmware erhält die kompakte Variante der Iridium-Serie statt zwölf nun 16 Stimmen und zieht damit bei den größeren Geschwistern gleich. Ein schönes Beispiel für sinnvolle Produktpflege, denn mehr Polyphonie macht sich gerade bei komplexen Flächen, Layern und langen Releases bemerkbar.
Der RODE LPA1 geht in die andere Richtung: kein riesiges Funktionspaket, sondern ein praktisches Werkzeug für Podcast- und Streaming-Setups. Der Low-Profile-Mikrofonarm verläuft flach über dem Tisch, hält den Blick auf den Monitor frei und kann das Mikrofon schnell aus dem Weg bewegen. Gerade bei kleineren Arbeitsplätzen kann so ein Detail den Alltag spürbar verbessern.
Und mit dem WesAudio ngOmniBox gibt es auch für High-End-Studios eine spannende Neuheit: einen vollständig analogen Mix- und Mastering-Prozessor mit EQ, Bus-Kompressor, Sättigung, Clipping und Stereo-Bearbeitung – ergänzt um Plugin-Steuerung und Total Recall. Damit verbindet das Gerät den Charakter analoger Hardware mit einem Workflow, der sich in modernen DAW-Projekten nachvollziehbar speichern und abrufen lässt.
Der richtige Funktionsumfang hängt vom Einsatz ab
Am Ende ist Vielseitigkeit kein Qualitätsmerkmal für sich. Ein Gerät mit vielen Engines, Effekten und Funktionen kann inspirieren, Platz sparen und neue kreative Verbindungen schaffen. Es kann aber auch den Weg zu einer Idee verlängern.
Entscheidend ist, was man mit dem Instrument machen möchte. Soll es ein tiefes Sounddesign-Werkzeug sein, eine verlässliche Live-Zentrale, ein schneller Ideengeber oder ein einfacher Spezialist für eine bestimmte Aufgabe? Manchmal hilft ein Instrument gerade durch seine Beschränkungen. Und manchmal ist es großartig, alle Möglichkeiten in einem Gerät zu haben – solange man weiß, welche davon man wirklich nutzen möchte.
Keyphrase: Studioakustik und vielseitige Synthesizer
Meta-Beschreibung: Studiosofa spricht über die Planung eines Akustik-Setups mit GIK Acoustics, Eindrücke vom Guitar Summit und die Frage, ob Synthesizer mit vielen Engines kreativer machen.
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